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Neue Hammerzölle: Trump will Handelskonflikt anheizen

US-Präsident Trump wird heute Abend umfassende Zölle vorstellen. Die EU hat bereits klargemacht, mit Gegenmaßnahmen auf Trumps Zölle reagieren zu wollen – das könnte einen Handelskrieg auslösen.
Neue Hammerzölle: Trump will Handelskonflikt anheizenQuelle: AP © Mark Schiefelbein

US-Präsident Trump will heute im Laufe des Tages Details zu den von ihm angekündigten umfassenden Strafzöllen bekannt geben. Diese dürften auch die Europäische Union hart treffen und die Weltwirtschaft erschüttern. Trump hat den Tag der Verkündung also heute vorab als "Tag der Befreiung" angepriesen. 

Auch wenn viele Details zu den neuen Zöllen noch offen sind, könnten sie sofort wirksam werden. "Sie werden sofort in Kraft treten", sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. Die Regeln, die Trump bei einer Rede im Rosengarten des Weißen Hauses verkünden will, dürften die bisher aggressivste und folgenreichste Zollmaßnahme des US-Präsidenten sein.

Ein ehemaliger Handelsbeamter aus Trumps erster Amtszeit erklärte gegenüber Reuters, dass Trump wahrscheinlich eher umfassende Zölle für einzelne Länder auf etwas niedrigerem Niveau verhängen werde.

Der ehemalige Beamte fügte hinzu, dass die Zahl der Länder, die mit diesen Zöllen konfrontiert würden, wahrscheinlich die Zahl von etwa 15 Ländern übersteigen werde. Der Finanzminister Scott Bessent hatte zuvor mitgeteilt, dass sich die US-Regierung auf diese Länder konzentrieren werde, da sie große Handelsüberschüsse mit den USA hätten.

Bessent sagte am Dienstag, dass die gegenseitigen Zölle eine "Obergrenze" für die höchsten US-Zölle darstellten, mit denen die Länder konfrontiert seien, und sie gesenkt werden könnten, wenn sie die Forderungen der US-Regierung erfüllen.

In den gut zehn Wochen seit seinem Amtsantritt hat der US-Präsident bereits neue Zölle in Höhe von 20 Prozent auf alle Einfuhren aus China im Zusammenhang mit Fentanyl verhängt und die Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und Aluminium wieder eingeführt. Ebenfalls am Mittwoch läuft eine einmonatige Ausnahme von den 25 Prozent Zoll für die meisten kanadischen und mexikanischen Waren aus.

Die EU hat bereits klargemacht, mit Gegenmaßnahmen auf Trumps Zölle reagieren zu wollen – das könnte einen Handelskrieg auslösen. Trump argumentiert, dass amerikanische Arbeitnehmer und Hersteller seit Jahrzehnten durch Freihandelsabkommen geschädigt worden seien, die die Barrieren für den Welthandel gesenkt und das Wachstum eines drei Billionen Dollar schweren Importmarktes in den USA angekurbelt hätten.

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