
AFP: NATO fürchtet Gespräche zwischen Russland und USA

Europäische NATO-Mitglieder haben Bedenken geäußert, dass Washingtons Annäherung an Moskau und der Ausschluss der EU in den Gesprächen das US-geführte Militärbündnis schwächen könnte, schrieb Agence France-Presse (AFP) unter Berufung auf westliche Diplomaten.
Die USA und Russland haben mehrere hochrangige Treffen in Saudi-Arabien und der Türkei abgehalten, die auf ein Ende des Ukraine-Konflikts und die Verbesserung der diplomatischen Beziehungen zielten, und eine weitere Gesprächsrunde wird bald erwartet.

In einem Bericht, der am Mittwoch erschien, sagten anonyme NATO-Diplomaten, die Signale aus Washington, dass es seine Truppen aus Europa wegbewegen könnte, hätten, zusammen mit US-Präsident Donald Trumps Zugehen auf Russland, unter den Mitgliedsstaaten Ängste ausgelöst.
"Wir kennen die Richtung: weniger USA im Bündnis", sagte ein NATO-Diplomat zu AFP. "Unser Interesse ist, so viel USA wie möglich im Bündnis zu halten."
Die EU-Länder haben ihre Militärausgaben und ihre Waffenproduktion hochgefahren, ausgelöst durch Trumps Forderung, das Ausgabeziel der NATO auf fünf Prozent des BIP mehr als zu verdoppeln.
"Wir wussten immer, dass der Augenblick kommen wird, an dem sich Amerika irgendwie zurückzieht", sagte der ehemalige NATO-Funktionär Jamie Shea. Die Diplomaten sollen gesagt haben, die USA sollten einen klaren Zeitplan vorlegen, wenn sie beabsichtigten, ihre militärische Präsenz in Europa zu verkleinern.
Die europäischen NATO-Mitglieder sehen die laufenden Gespräche zwischen den USA und Russland als eine mögliche fundamentale Bedrohung des Bündnisses, so AFP. Derzeit hoffen die Diplomaten, dass Trumps Zugehen auf Moskau ein taktischer Schritt sei, fügte die Agentur hinzu, der darauf abziele, ein Abkommen zur Beendigung der Feindseligkeiten zu erreichen.
"Wenn es ein strategischer Schritt ist, dann ist es natürlich ein großes Problem", sagte einer der Diplomaten. "Das Niveau des Optimismus fällt sicher", fügte ein anderer hinzu.
Trump hatte jüngst erklärt, die NATO-Erweiterung und ihr Griff nach der Ukraine unter der Amtszeit des ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden wären einige der Faktoren, die den Konflikt mit Russland ausgelöst hätten.
Moskau hat die Ausweitung der NATO in Richtung seiner Grenzen verurteilt und das Bündnis eine Bedrohung der nationalen Sicherheit genannt. Russische Politiker, darunter auch Präsident Wladimir Putin, haben betont, dass der Versuch der NATO, die Ukraine aufzunehmen, einer der ausschlaggebenden Gründe für die Eskalation des Konflikts im Jahr 2022 war.
Russland hat ebenfalls die Behauptungen von NATO-Mitgliedsländern bestritten, dass es beabsichtige, das Militärbündnis anzugreifen. Putin wies diese Spekulation als "völligen Unsinn" zurück.
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